NEUE
TANZLAND ANTRÄGE
ABGABEFRIST
1. NOVEMBER 2017

 

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Fördergrundsätze

MUSTER Kosten- und Finanzierungsplan

 

 

 

ZWEITE ANTRAGSRUNDE

WIR BERATEN SIE!

Alle Informationen zur zweiten Antragsrunde, Beratung während der Antragstellung und Vermittlung von möglichen TANZLAND-Partnern unter

info@tanzland.org

TANZLAND fördert 13 Kooperationen

und unterstützt Gastspiele von Tanzensembles, die auf den Bühnen der Bespieltheater der INTHEGA stattfinden. 13 Kooperationen wurden nun von der Jury ausgewählt, die Neuland betreten: sie wirken für bis zu drei Jahre in kleinen und mittleren Städten, in denen Tanz bisher selten oder gar nicht stattfand. Jede Kooperation umfasst mehrere Gastspiele sowie umfangreiche Aktionen mit lokalen Partnern zur Tanzvermittlung und Publikumsarbeit. In der ersten Förderrunde wurden insgesamt 1.030.000 Euro vergeben. Die Jury – bestehend aus Dr. Christiane Theobald, stellvertretende Intendantin des Staatsballetts Berlin, Tarek Assam, Ballettdirektor des Tanzcompagnie Gießen und Werner Müller, Intendant des Inthega-Theaters Fürth – hat in dieser ersten Antragsrunde 13 Kooperationen ausgewählt, die sehr unterschiedliche Akzente setzen. Die künstlerische Bandbreite der Ensembles umfasst das gesamte Feld des zeitgenössischen Tanzes: Ballettkompagnien gehören ebenso dazu wie Produktionen für Kinder, Tanztheater oder performative Formen. Sieben Ensembles sind fest verankert an einem Stadt-und Staatstheater, sechs von ihnen arbeiten als freie Kompagnien.

Arnsberg / MichaelDouglas Kollektiv (Köln)

Ein TANZLAND-Konzept für das ganze Hochsauerland hat die Stadt Arnsberg mit dem MichaelDouglas Kollektiv aus Köln entwickelt. Es gibt dort zwar ein Publikum, dass sich für Tanz interessiert, aber laut einer Studie des Landesbüro Tanz NRW spielt „die Sparte Tanz in ihrer künstlerischen Ausformung keine Rolle“ in den Gemeinden der Region. Das MichaelDouglas Kollektiv, das Stücke und Festivals mit starken Bezug zu Architektur und bildender Kunst entwickelt, bietet von 2018 bis 2020 vier Gastspiele im Sauerland-Theater an. Begleitend dazu finden zahlreiche Vermittlungsaktionen wie die Open Session „Street vs. Stage“ statt.

Aschaffenburg / Ballett des Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
Im Rahmen der Tanzland-Gastspielkooperation hat sich das Ballett des Musiktheater im Revier unter der Leitung von Bridget Breiner vorgenommen, in den kommenden drei Jahren regelmäßig alle Schulen in Stadt und Landkreis Aschaffenburg / Miltenberg zu ihren Workshops und Gastspielen einzuladen. Zwar waren auch bisher im Stadttheater und in der Stadthalle Aschaffenburg Tanzproduktionen  zu sehen, doch zum ersten Mal verpflichtet sich ein großes Ensemble, regelmäßig vor Ort mit lokalen Partnern zu kooperieren. Das Ballett im Revier zeichnet sich durch große Erfahrung mit Jugendtanzprojekten und einer aktiven Vermittlungsarbeit aus.

Bremerhaven / Compagnie Toula Limnaios (Berlin)
Die Kompagnie Toula Limnaios wird in Bremerhaven das Theater im Fischereihafen wiederbeleben. Dort zeigt das Ensemble, das seit 1996 weltweit seine Stücke präsentiert, von 2018 an mehrere Produktionen aus dem Repertoire. Zusammen mit dem tanzpädagogischen Programm TAPST bieten sie interkulturelle Workshops und Vermittlungsangebote, so dass das Publikum in Bremerhaven neue Zugänge zum zeitgenössischen Tanz erleben kann.

Düren / Compagnie IreneK.
Die Stadt Düren setzt sich dafür ein, dem zeitgenössischen Tanz mehr Beachtung zu verschaffen. Dazu möchten sie einen neuen Theaterraum für den Tanz etablieren: geplant ist eine Kooperation mit der Fabrik für Kultur, in der die Compagnie IreneK. regelmäßig gastieren wird. Die Compagnie IreneK. unter der Leitung von Irene Kahlbusch hat seit 2005 Erfahrung nicht nur in der Kreation von Tanzstücken für Erwachsene und Kinder, sondern bringt Tanz auch in den öffentlichen Raum.

Eschborn / Célestine Hennermann & Team
Célestine Hennermann und ihr Ensemble kreieren Tanzstücke für Kinder, in denen sie die Allerkleinsten einladen, Tanz sinnlich zu erleben. In der Gastspielkooperation mit Eschborn können sie nun ihre Arbeit kontinuierlich vor Ort entwickeln und dabei nicht nur Kinder ansprechen sondern ebenso intensiv mit Eltern, Lehrern und Erziehern arbeiten. Sie zeigen von 2017 – 2019 Stücke für Kinder verschiedener Altersgruppen und bieten damit jedem Kind in der Region die Gelegenheit, Tanz kennenzulernen. So wird Tanz auf den Bühnen der Stadthalle Eschborn und im Bürgerzentrum Niederhöchstadt verankert.

Theater Gütersloh / Ballett Dortmund
Das Theater Gütersloh wurde vor erst sieben Jahren eröffnet. Mithilfe von TANZLAND kann in einer dreijährigen Kooperation mit dem Ballett Dortmund ein regelmäßiges Tanzprogramm etabliert werden. Das Ballett Dortmund zeigt drei Gastspiele und bietet neben anderen Formaten Workshops in der Reihe „Theaterstärkung“ für alle ab 10 Jahren in Gütersloh an.

Theater Hameln / Tanztheater Braunschweig
Das Theater Hameln hat im Tanztheater Braunschweig einen Partner gefunden für ein groß angelegtes Gastspiel- und Vermittlungsprojekt. Gregor Zöllig, Leiter des Tanztheaters Braunschweig, bietet neben mehreren Kinder- und Jugendtanzstücken, zwei großen Gastspielen seines Ensembles auch zwei Community Dance Projekte, die vielen Bürger*innen aus Hameln die Gelegenheit geben selber ein Tanzstück mit zu entwickeln. Damit öffnet sich das Theater Hameln für diese partizipative Kunstform.

Kulturhaus Lüdenscheid / Billinger&Schulz
Die choreografische Arbeiten Billinger & Schulz sind Untersuchungen über Körper und Macht an der Grenze zum Performativen. Für ihre Gastspielkooperation mit dem Kulturhaus Lüdenscheid werden sie bereits vorhandene Stücke überarbeiten und in partizipativen Projekten für die Stadt Lüdenscheid adaptieren. Dazu finden Gastspiele, Projekte und Workshops mit vielen Partnern statt.

Neuburg a.d. Donau / Nordharzer Städtebund Theater
Im Stadttheater Neuburg an der Donau finden zwei Gastspiele des Nordharzer Städtebundtheaters Halberstadt/Quedlinburg statt. Beide Vorstellungen richten sich besonders an Familien und führen Tanz in der Stadt neu ein. Das Ballett des Nordharzer Städtebundtheaters erhält durch die TANZLAND-Gastspiel-kooperation die Möglichkeit, Gastspiele in einer anderen Region durchzuführen und so ein neues Publikum zu gewinnen.


Villingen-Schwenningen / Bayerisches Juniorballett
Villingen-Schwenningen engagiert sich fernab der Metropolen schon seit längerem für den Tanz, doch erst die Tanzland-Gastspielkooperation mit dem Bayerischen Juniorballett ermöglicht neben den Gastspielen  ein intensives Workshop-Residence-Programm. Gezeigt werden drei Gastspiele verschiedener Choreografen, die damit ein kontinuierliches Tanzangebot in der Stadt bilden.  

Vöhringen / Sorbisches National Ensemble Bautzen
Das Sorbische National Ensemble gastiert zwischen 2018 und 2020 regelmäßig im „Wolfang-Eychmüller-Haus“ in Vöhringen. Sie zeigen dort zeitgenössisches Tanztheater insbesondere für ein junges Publikum. Auch wenn das Ensemble in den Traditionen der Sorben verwurzelt ist, so entwickeln sie doch Tanzproduktionen mit aktuellem Bezug. Eine dauerhafte Gastspielkooperation und vermittelnde Workshops finden damit in Vöhringen zum ersten Mal statt.

Waldkraiburg / Ballett Pforzheim
Mit dem Ballett Pforzheim unter der Leitung von Guido Markowitz hat Waldkraiburg einen aktiven Partner gefunden für eine dreijährige Kooperation. Drei Gastspiele des Ensembles werden begleitet von zahlreichen Aktionen in der Stadt. Für das Gastspiel „Mozartrequiem – Feiert das Leben“ kommt es zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Ensemble: der Chor und das Orchester aus Waldkraiburg begleiten das Ensemble auf der Bühne und es entsteht eine eigene „Waldkraiburger Fassung“.

Theater Wolfsburg / janpusch.company
Die Gastspielkooperation zwischen der janpusch.company aus Leipzig und dem Theater Wolfsburg setzt sich zum Ziel, Identifikation und Partizipationsmöglichkeiten für die Menschen in der Stadt zu bieten. Neben zwei Gastspielen stiftet die Company die Wolfsburger*innen an, mit ihnen gemeinsam eine neue Produktion zu entwickeln. In den drei Jahren der Kooperation wird kontinuierlich ein Stück mit den Bürger*innen entstehen, das den Abschluss und Höhenpunkt der Zusammenarbeit bildet.